TinkerToys: Neue Märkte erobert

Fundingsumme
321.000 €

Anzahl Investoren
310

Ø Investment
1.035 €

Fundingtyp
Seed Investment

Startdatum
07.09.2017

Enddatum
06.01.2018

Fundingdauer
120 Tage

Fundingschwelle erreicht
6 Tage 1 Std. 26 Min.

Das Unternehmen

Produkt

Das TinkerToys-Team hat eine kindgerechte Konstruktionssoftware entwickelt, mit der spielerisch eigene Modelle am Bildschirm gestaltet werden können. Diese selbst entworfenen Modelle werden anschließend mittels 3D-Druck aus einem umweltfreundlichen Material hergestellt und an den Kunden geliefert.

Branche & Markt

TinkerToys bewegt sich innerhalb der Spielzeug-Branche vorrangig auf dem B2B-Markt. Das Unternehmen hat Designstationen mit integrierten Touchscreens sowie Designtablets entwickelt und vermietet diese dauerhaft an Unternehmen wie bspw. Einkaufszentren, Autohäuser, Möbelhäuser und Hotels. Dank der Designstationen werden die Kinder innovativ beschäftigt, während die Eltern entspannt einkaufen können.

Den B2C-Markt erschließt das Unternehmen, indem es Kindern ermöglicht, direkt im Browser oder über die Tablet-App ihre individuellen Spielzeuge online zu entwerfen und sie mithilfe ihrer Eltern zu bestellen. In zwei lokalen Geschäften bietet TinkerToys den Kindern zusätzlich die Möglichkeit, an 3D-Druck-Kursen teilzunehmen oder Geburtstagsfeiern zu veranstalten.

Um ein weiteres Marktsegment zu erschließen und digitale Bildung zu unterstützen, bietet TinkerToys die CAD-Software unter der Marke TinkerSchool für Schulen als Lizenzmodell an.

Die Seedmatch-Kampagne

Dank der Seedmatch-Kampagne konnte das Unternehmen 321.000 € Kapital von über 300 Investoren akquirieren. TinkerToys hat zudem eindrucksvoll bewiesen, wie sich abseits der reinen Finanzierung weitere positive Effekte eines Crowdfundings nutzen lassen. So brachte die Kampagne dem Unternehmen große mediale Aufmerksamkeit, wodurch neue B2B-Partnerschaften mit großen Marken wie Audi, VW oder Landal geknüpft werden konnten. Durch das Crowdinvesting hat TinkerToys sogar eine komplett neues Marktsegment erschlossen und konnte dadurch seine Umsätze steigern. 

Auch die Politik wurde auf das Unternehmen aufmerksam – der Wirtschaftsminister des Landes Sachsen-Anhalt stattete Tinker Toys’ Store in Magdeburg einen Besuch ab und erklärte das Unternehmen zu einem Musterbeispiel für Gründerkultur und Innovation in Sachsen-Anhalt.

TinkerToys-Mitgründer Dr. Marko Jakob im Gespräch

Seedmatch: Warum habt ihr euch für Seedmatch entschieden?

Dr. Marko Jakob: Wir hatten uns zuerst nach anderen Investoren umgesehen, hatten auch Termsheets vorliegen, aber um ehrlich zu sein, waren die Konditionen für ein junges Unternehmen nicht besonders gut. Wir hätten in einer sehr frühen Phase schon sehr viel Einfluss abgeben müssen und hätten uns damit Handlungsmöglichkeiten verbaut. Dann sind wir auf Seedmatch aufmerksam geworden und haben schnell gemerkt, dass diese Finanzierungsform besser zu unserer aktuellen Situation passt. 

Seedmatch: Was habt ihr mithilfe des Crowdinvesting-Kapitals erreicht?

Dr. Marko Jakob: Wir haben zunächst in unsere Software investiert und diese weiterentwickelt. Ein Teil des Geldes floss zudem in den Vertrieb, wo wir durch die Unterstützung der Seedmatch-Investoren eine Vertriebsmitarbeiterin einstellen konnten.

Seedmatch: Welche Effekte hatte die Seedmatch-Kampagne abseits des eingesammelten Kapitals noch für euch?

Dr. Marko Jakob: Da gab es zwei wesentliche Punkte, die für uns sogar fast noch wichtiger waren als das reine Kapital. Das ist zunächst erst einmal das Thema Öffentlichkeit. Wir hätten vorher nicht vermutet, wie viele Leute sich aufgrund der Kampagne bei uns gemeldet haben. Und zum anderen haben wir auch Kontakte für neue Kooperationen knüpfen können, durch die wir wiederum Umsätze erzielt haben.

Seedmatch: Spannend! Kannst du zum letzteren Punkt noch ein bisschen mehr sagen?

Dr. Marko Jakob: Der Geschäftsführer einer Familienhotelkette investiert über Seedmatch, hat auch in uns investiert und nahm dann bzgl. einer Kooperation Kontakt mit uns auf. Heute arbeiten wir zwar nicht mehr zusammen, dennoch hat uns die Zusammenarbeit zum einen Umsätze eingebracht und uns zum anderen geholfen, unseren Fokus zu schärfen.

Seedmatch: Was würdest du anderen Unternehmen, die über eine Kampagne bei Seedmatch nachdenken, empfehlen?

Dr. Marko Jakob: Vorbereiten, vorbereiten, vorbereiten! Damit meine ich nicht nur die unmittelbare Kampagnenvorbereitung, sondern z. B. auch das Bewerben für Preise, die während des Kampagnenzeitraums verliehen werden, das Etablieren von Kooperationen … Also einfach das ganze Unternehmen darauf einstellen. Es werden ein paar anstrengende Monate, aber mit guter Vorbereitung lässt sich viel abfedern. Zudem sollte man auch das Angebot von Seedmatch wahrnehmen, sich Rat, Feedback und Unterstützung zu holen. Dabei kamen immer viele Infos rum, die wir sonst nicht auf dem Schirm gehabt hätten.

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